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Verbandsversammlung der "Jagsttalgruppe"

Assamstadt.Die Bauarbeiten für den kompletten Anschluss des Zweckverbandes Wasserversorgung "Jagsttalgruppe" an den Zweckverband Wasserversorgung Nord-Ost-Württemberg (NOW) gehen sehr zügig voran und können im Spätjahr 2011 abgeschlossen werden. Der Inbetriebnahme des neuen Wasserleitungsverbundes im zeitigen Frühjahr 2012 steht dann nichts mehr im Wege, wie gestern bei der Verbandsversammlung der vier Mitgliedsgemeinden Assamstadt, Boxberg, Dörzbach und Krautheim vom Verbandsvorsitzenden Andreas Köhler zu hören war. Den Sachstandsbericht zu den Anschlussarbeiten erstatteten der Geschäftsführer der NOW, Udo Rommel, und Bauleiter Franz Schweitzer. Nachdem die Finanzierungsfragen für das 7,5-Millionen-Euro-Projekt überraschend schnell geklärt worden und die positiven Zuschussbescheide über 75 Prozent der Gesamtbaukosten eingegangen waren, konnte mit dem Leitungsbau vom Hochbehälter Adolzhausen auf Gemarkung Niederstetten bis zum Wasserhochbehälter Hollenbacher Höhe und von dort zum Hochbehälter Hohe Burg auf Gemarkung Rengershausen begonnen werden. Jetzt fehlt noch das Verbindungsstück zum Hochbehälter Eisenhut auf Gemarkung der Mitgliedsgemeinde Dörzbach. Die Bürgermeister der vier Mitgliedsgemeinden des Zweckverbandes Wasserversorgung "Jagsttalgruppe" hätten eine gute Entscheidung für ihre Bürger, für ihre Gemeinden und für die ganze Region getroffen, so Geschäftsführer Rommel. Einmal sei so die Nutzung der eigenen Wasserressourcen für die Zukunft gesichert und zum anderen werde die Qualität des Wassers verbessert. Das Verhältnis von Bodensee-Wasser zu Eigenwasser habe sich komplett in das Gegenteil verkehrt. Ab 2012 verwende man noch etwa zehn Prozent Wasser vom Bodensee und 90 Prozent Wasser aus den eigenen Quellen. Das stärke die Position der Gemeinden mit eigenen Wasserquellen, so Rommel. NOW-Bauleiter Franz Schweitzer sprach von einer "Punktlandung" bei den Bauarbeiten. Die bisher schon in Betrieb genommene Teilleitung arbeite einwandfrei. Die Untersuchungsergebnisse der entnommenen Wasserproben ergaben keine Beanstandungen. Die noch ausstehenden Feldwegebauarbeiten würden bei entsprechender Wetterlage durchgeführt. Auch beim letzten Bauabschnitt wolle man alles daran setzen, damit für die Landwirte während der Leitungsverlegung, die bezüglich der gewählten Trassenvariante auch mit dem Landratsamt abgestimmt wurde, keine Beeinträchtigungen bei der Bestellung der Felder entstehen, wie Wassermeister Hubert Gerner hinzufügte. Verbandsvorsitzender Andreas Köhler zeigte sich hocherfreut über diese positiven Mitteilungen, denn die Bürger warteten sehnlichst auf die bessere Wasserqualität. Für Köhler ist der Bau der neuen Wasserleitung ein Beispiel dafür, wie interkommunale Zusammenarbeit, auch über die Kreisgrenzen hinweg, optimal funktionieren kann. Dörzbachs Bürgermeister Willi Schmidt, der neu in der Verbandsversammlung ist, regte an, schnellstmöglich die Eigentumsverhältnisse zu klären. Es müsse eindeutig feststehen, was den Gemeinden, dem Zweckverband und der NOW gehöre. Danach würden dann auch anstehende Sanierungsmaßnahmen an Tiefbrunnen oder Leitungen bezüglich der Kostenaufteilung zu bewerten sein. Gegen die Feststellung des Jahresabschlusses für 2009 ergaben sich keine Einwände. Die Bilanzsumme schloss mit 1 131 817 Millionen Euro. Die Beratung und Beschlussfassung für den Haushalt 2011, den die Verbandsrechnerin Heike Naber vorstellte, erfolgte sehr zügig. Der Etat für das kommende Jahr sieht im Wirtschaftsplan Einnahmen und Ausgaben von 286 000 Euro vor. Die Deckungsmittel und der Finanzierungsbedarf im Vermögensplan wurden auf je 180 000 Euro festgeschrieben und der Höchstbetrag der Kassenkredite darf 57 000 Euro nicht übersteigen. Quelle: FN-Nachrichten




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