Historisches

zur Gemeinde

Ein Schmuckstück in der Ortsmitte



Der dreischalige Brunnen gilt als kleines Schmuckstück im Zentrum der Gemeinde. Er wurde 1986 genau an der Stelle errichtet, wo zuvor das wohl älteste Gasthaus der Gemeinde, die "Krone" stand. Die von Steinmetz Elmar Göbel eingemeißelten Motive verkörpern wesentliche und typische Merkmale der Gemeinde.

Die Motive des Brunnens erzählen aus der Geschichte

Im Zentrum des vorderen Bildes erkennen wir einen Bischof. Es handelt sich um den heiligen Kilian mit seinen Gefährten Kolonat und Totnan, dem die Christianisierung unserer Gegend zugeschrieben wird. Der hl. Kilian ist der Kirchenpatron der Assamstadter Kirche. Um die Heiligenfiguren herum gruppieren sich markante Gebäude der Gemeinde: Die alte St. Kilianskirche, das Rathaus, die Friedhofskapelle und das oben erwähnte Gasthaus zur Krone.


Die Abbildung zeigt Szenen aus der Kirschenernte. Die großen und besonders aromatischen "Assamstadter Herzkirschen" genossen bis in die weitere Umgebung einen besonders guten Ruf. Zur Kirschenzeit kamen deshalb viele Freunde der süßen Früchte nach Assamstadt und kauften oft einen Zentner oder mehr davon. Den "Kirschenmarkt" am 13. Juli gibt es seit mehr als 20 Jahren nicht mehr.


Was Assamstadt den letzten Jahrzehnten in der ganzen Region bekannt gemacht hat davon erzählt das gegenüber gelegene Bild: Die Assamstadter Fasnacht mit tollen Prunksitzungen und einem sagenhaften Umzug am Rosenmontag. Die Assamstadter werden dann landauf landab als "Schlackohren" bezeichnet. Das Bild erklärt nun, wie die "Schlackohren" zu ihrem Namen kamen: Beim Schweinemarkt wurden die Ferkel in ovalen Weidekörben zum Verkauf angeboten. Bauern, die von auswärts kamen, waren begeistert von den langgestreckten, schlanken Assamstadter Schweinchen. Man konnte sie an ihren großen herabhängenden Ohren erkennen.

Das waren Schweinchen mit "echten Assamstadter Schlackohren", ein richtiges Kennzeichen für Qualität. Die Fasnachtsgesellschaft hat sich deshalb auch den Namen "Assamstadter Schlackohren" gegeben und das Schweinchen zum Symbol der Assamstadter Fasnacht gemacht. An Fasnacht hört man die Schackohren laut rufen: "Schlackohr Helau!"


Von der fasnachtlichen Begeisterung der Schlackohren lassen auch wir Kinder uns gerne anstecken: Nicht nur bei der Kinderprunksitzung am Fastnachtsdienstag, sondern auch am letzten Schultag vor Fasnacht wird kräftig gefeiert, getanzt und gesungen. Unsere Mitschüler erfreuen wir dann mit lustigen Darbietungen.


Auf der Rückseite sind die Herrschaftsverhältnisse und die Zugehörigkeiten der Gemeinde zusammengefasst. Außerdem sind die anfangs unterschiedlichen Schreibweisen des Ortsnamens aufgeführt.


Die Inschrift lautet: Chronik 1228 Affmundestadt unter der Herrschaft Krautheim. 1249 Asmurstadt unter der Herrschaft des Grafen von Eberstein 1252 Asmanstadt 1329 Eigentum Kurmainz 1381 Assumstadt. 1457 Aßmantadt. 1525 Assamstadt 1803 Großherzogtum Baden 12.03.1807 Markrecht. 1971 zu Württemberg in der Regjon Franken. 1975 bewahrt Assamstadt die Selbständigkeit.

Die wichtigsten Daten sind: Die erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1228 und die Zugehörigkeit zu Krautheim. Seit 1329 gehörte Krautheim und damit auch Assamstadt zu Kurmainz. 1806 kam die Gemeinde zum Großherzogtum Baden.

Bei der Kreisreform 1971 wurde der Main-Tauber-Kreis und somit auch Assamstadt Nordwürttemberg zugeordnet. Besonders froh sind alle Assamstadter heute noch darüber, dass man bei der Gemeindereform 1975 selbständige Gemeinde blieb.




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